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Caral

Seit April 2001 müssen die Geschichtsbücher umgeschrieben werden. Als nämlich exakte Radiokarbon-Messungen die Stufenpyramiden bei Caral und ihre von Menschenhand stammenden Inhalte unzweifelhaft auf das Jahr 2627 v. Chr. datierten – sie sind damit ein gutes Jahrtausend älter als die noch vor den Maya entstandene Kultur der Olmeken. Deren um 1600 v. Chr. aufgehende Zivilisation galt bisher als Amerikas früheste formierte Stadtgesellschaft, bezeugt von den vermeintlich ältesten Monumentalbauten des Doppelkontinents bei La Venta am Golf von Mexiko.

Caral

Das uralte Bewässerungssystem, von den Inka bis zur Perfektion weiterentwickelt und von den heutigen indianischen Bauern übernommen, ist die archaische Grundlage der andinen Landwirtschaft. Ohne diese geniale Erfindung, so folgern die Archäologen von Caral, hätte die ursprünglich am Meer siedelnde Frühkultur bei ihrer Wanderung landeinwärts den wüstenhaften Todesstreifen zwischen der Küste und den Bergen kaum überleben können.

Caral

Nach 30 Kilometern Fahrt legt sich der Schottergrund des Río Supe quer in den Weg. Am anderen Ufer zieht der Landrover steil bergan. Die Vegetation nimmt schnell ab, auch das Sirren der Moskitos. Bis zum Erreichen der Anhöhe hat sich die Welt binnen zehn Minuten völlig gewandelt. Nackte Bergketten umringen ein weites Hochplateau aus Sand und Felsschutt.

Caral

Doch im Zentrum der Einöde sind fremde Formationen erkennbar, teils verweht, aber von einer Gestalt, wie sie keine Naturgewalt hätte bilden können: kreisrunde Steinwälle, versenkte Plattformen, zu Vierecken geschichtetes Mauerwerk und gleichförmige Treppenstufen an der Flanke einer pyramidalen Gesteinshalde, deren rechtwinkliger Grundriss einen menschlichen Plan verrät. Aus der Ebene erheben sich noch fünf weitere, nicht ganz so mächtige Hügel, von hier oben wie Maulwurfshaufen anzusehen, aber auch sie eindeutig auf einer geometrischen Basis künstlich errichtet.

Caral

Viereinhalb Jahrtausende der Witterung ausgesetzt, sind die architektonischen Konturen von einst abgebröckelt, verschüttet, verweht – und auch noch längst nicht alle freigelegt. Doch durch Noéls Kommentare nimmt der umfangreichste Komplex Carals fast wieder seine ursprüngliche Gestalt an; wie auch die anderen Gebäude ringsum: Tempelpyramiden, Nutzbauten und Wohngebäude. „Die Anlage besteht aus einer sakral bebauten und überwiegend privat bewohnten Oberstadt“, erläutert der Archäologe, „und einer Unterstadt für die sozialen Belange der damaligen Gesellschaft.“

Caral

An der unterschiedlichen Architektur der Ruinen – von luxuriös bis primitiv, von sakral bis profan – ist die Schichtung der Gesellschaft ablesbar. Der Nachweis eines solchen hierarchischen Sozialgefüges sowie einer räumlichen Planung befördert eine menschliche Siedlung erst auf das Niveau einer urbanen Zivilisation. Diesen Status hatte Caral mit seiner städtischen Anlage und seinen Klassen wie Führungselite, Priesterschaft, Handwerkern, Bauern und vermutlich Zwangsarbeitern deutlich erreicht.

Caral

Die meisten Restaurierungsphasen, mindestens 14, haben die Archäologen in einem kleineren Bauwerk im Westen der Stadt festgestellt. Es hat zwei Innenhöfe, dazwischen liegt ein Atrium mit einer zeremoniellen Feuerstelle. Die Wände sind weiß oder gelb oder rot übermalt worden, jedes Mal auf einer schwarzen Unterschicht. „In diesem Tempel fanden rituelle Beerdigungen statt“, sagt Noél. „Die Verbrennung von Opfergaben hat die Räume rußgeschwärzt und deren häufige Renovierung nötig gemacht.“

Caral

Spurensuche, Indizienfunde, Kombinationen und Schlussfolgerungen. Archäologische Forschung an einem so frühen Fundort menschlicher Zivilisation übersteigt bei weitem das gewöhnliche Maß an Detektivarbeit, ohne die Altertumswissenschaft nun mal nicht auskommt. Aber geben die Architektur sowie die Beschaffenheit von Wänden, Plattformen und Feuerstellen auch hinreichend Auskunft über den kulturellen und wirtschaftlichen Entwicklungsstand Carals? „Wir haben seit Beginn der Ausgrabung 1994 viele aufschlussreiche Funde dieser Art geborgen“, sagt Noél: „Opfergaben, Gefäße, Musikinstrumente, Handwerkszeuge, Tragenetze, Textilien, Nahrungsreste, Exkremente und die Überreste zweier Kinder.

Caral

Das Rätsel, weshalb Menschen eine der nahrungsreichsten Küsten der Erde scheinbar ohne Not verlassen und sich im kargen Landesinneren angesiedelt hatten, war der Forschungsansatz der Caral-Archäologin Ruth Shady Solís. Genauer: „El Niño und sein Einfluss auf die vorspanischen Gesellschaften“, so das Thema ihrer archäologischen Studie. Sie erschütterte eine Grundfeste der Altamerikanistik: dass es abseits der andinen Küste keine sesshaften Frühkulturen gegeben habe.

Caral

Das Naturphänomen El Niño, etwa alle vier Jahre wiederkehrend und wegen seines vorweihnachtlichen Auftretens „Christkind“ getauft, stellt das pazifische Klima gleichsam auf den Kopf. Die regenreichen Monsungewalten Südostasiens kehren ihre Richtung um und stürzen taifunartig über die trockene Westküste Amerikas herein. Den katastrophalen Überschwemmungen folgt meist „La Niña“, die kalte Schwester des Christkinds, mit anhaltender Dürre bei niedrigen Temperaturen.

Caral

So lebte die Küstenbevölkerung ständig mit dem Terror des Ozeans vor Augen und dem Horror Vacui der Wüste im Nacken. El Niño war unabwendbar. Als einziger Ausweg aus der Falle bot sich nur die Flucht landeinwärts, sofern es gelang, die Wüste zu besiegen. Bei ihrem strategischen Rückzug ins Tal des Río Supe erlernten die Leute von Caral, sich das Flusswasser sowie die Kraft aus Gefälle und Strömung nutzbar zu machen. Amerikas erstes Irrigationssystem wurde geschaffen, zunächst durch die Anlage von Kanälen, später sogar von Terrassen an den Uferflanken des Supe.

Caral

„Die Einführung der künstlichen Bewässerung in die Landwirtschaft der Anden war mindestens so bedeutend wie die Erfindung des Rads“, sagt Ruth Shady. Dass es die Altamerikaner bis hin zu den Inka auch ohne mechanisiertes Transportwesen und sogar ohne Schrift zu exzellenten Hochkulturen gebracht haben, wertet die Forscherin nicht als Mangel an Ingeniosität, sondern vielmehr als deren Triumph. Agrarische Spitzenleistungen ermöglichten Caral, auf eine aufwendige Technik wie die Töpferei zu verzichten. Schließlich konnten die Eroberer des Supe-Tals jederzeit massenhaft Kürbisfrüchte anbauen. Die wurden in verschiedenen Formen gezüchtet, getrocknet und als Behältnisse für jeglichen Gebrauch verwendet, wie die Ausgrabungen belegen.

Caral

Und auch ein anderes typisches Indiz für die Entwicklung zur Hochkultur entfiel: Vorratswirtschaft durch die Kultivierung von Wildgetreide wie etwa Mais, dem Wunderkorn der Inka. Es wurde leicht ersetzt von der ganzjährigen Erntefülle an Hack-, Boden- und Hülsenfrüchten auf den durchgehend bewässerten Feldern.

Caral

Obwohl die einstigen Fischer nun wohlhabende Bauern geworden waren, aßen sie weiterhin reichlich proteinreiche Meeresfrüchte, wie die massenhaft gefundenen Reste von Sardinen, Anchovis und Miesmuscheln belegen. Das Fehlen von Fanggerät wie Netzen indes lässt darauf schließen, dass die Caral-Leute sich ihren Fisch bei der Küstenbevölkerung besorgten: im Tausch gegen binnenländische Produkte wie Feldfrüchte, wie Wildrohr als Bau- und Reusenmaterial – sowie Baumwolle.

Lima • Caral • Lima

 

4 T / 3 N

 

Älteste Zivilisation des amerikanischen Kontinents

Besuche die älteste bekannte Stadt Amerikas auf diesem Tagesausflug nach Caral! Von Lima reist du mit deinem Guide nach Caral – eine archäologische Stätte, die zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört. Dort kann man alte Artefakte und Gebäude wie Knochenflöten, verstaubte Tempel und einige versunkene Orte sehen. Auf dieser Tour lernst du und deine Gruppe die Geschichte und Kultur dieser alten peruanischen Stadt kennen.

Die Reise beginnt entlang der Pan-Americana Nord bis km 159. Dann folgen wir einer ungepflasterten Straße von etwa 22 Kilometern, die uns in die heilige Stadt Caral führt, die als älteste Stadt Amerikas gilt (ca. 3000 Jahre vor Christus). Für unsere Rückreise nach Lima haben wir in der Provinz Huacho ein Mittagessen eingenommen.

Caral ist eine der ältesten Städte auf dem amerikanischen Kontinent

Die archäologische Entdeckung der antiken Stadt Caral ist ebenso abenteuerlich wie ihre Ursprünge – zu einer Zeit, als sich die Anden als Ganzes kulturell dramatisch entwickelten.

Caral liegt etwa 180 Kilometer nördlich von Lima und 25 Kilometer von der Pazifikküste entfernt im Tal des Rio Supe und wird zu Recht die älteste Stadt Amerikas genannt. Heute ist die Entstehung von Caral auf etwa 2.600 Jahre vor Christus datiert. Angesichts des Alters und der immer größer werdenden Umweltschäden sind die verbleibenden Ruinen von Caral sehr faszinierend. Sechs große und einige kleinere pyramidenförmige Gebäude, von denen das größte etwa 150 x 160 Meter misst und zwei große, versunkene Zeremonialstätten, ein mystisches Amphitheater, verschiedene Tempel und Wohnviertel mit einem ausgeklügelten Bewässerungssystem, das auch alle umliegenden Ackerflächen umfasst mit Wasser aus dem nahe gelegenen Fluss Supe geschützt.

Caral ist nicht nur ein faszinierender, geheimnisvoller Ort. Seine archäologisch bedeutenden Funde haben sicherlich zu einem tieferen Verständnis des gesamten Zeitspektrums der Archäologen beigetragen. Die Entdeckung von 32 Flöten aus Kondor- und Pelikanknochen legt nahe, dass der Entwicklungsstand der alten amerikanischen Zivilisation weit fortgeschrittener ist als bisher angenommen.

Flöten von Caral

Nach diesen und anderen erstaunlichen Funden gibt es einige Anzeichen dafür, dass Caral eine Stadt war, die von zahlreichen Erfindungen geprägt war. Erkenntnisse weisen auch auf Entwicklungen von statischer und künstlerisch anspruchsvoller Architektur hin. Es wurden auf Webstuhl gewebte Kleidungsreste gefunden, die im Vergleich zu den sonst an anderen Stellen zu findenden Resten von verknoteten und verknoteten Kleidungsstücken auf eine fortschrittliche Technologie hinweisen. Die Wiederverwendung von Zu- und Abflüssen der Flüsse ermöglichte mehrere jährliche Ernteerträge.

Caral verdankt seine kulturelle Bedeutung auch der UNESCO-Welterbeklaration, die im Jahr 2009 stattfand. Um die anhaltende starke Erosion, die auch durch Umweltfaktoren und den starken Pazifikwind angegriffen wurde, zu erhalten, hat die peruanische Regierung staatliche Mittel zur Verfügung gestellt weitere Erkundung, Erhaltung und sensible touristische Entwicklung des gesamten Geländes.

TAG 01

… / LIMA

Ankunft, Empfang und Transfer zum Hotel.
Am Nachmittag beginnen wir den Besuch der Vizekönigsstadt und kehren zum Hotel zurück.

Leistungen: Übernachtung. (-)
Höhe: Lima: 161 m ü.d.M.

TAG 02

LIMA – CARAL

Frühstück im Hotel.
Zu gegebener Zeit Abfahrt nach Caral, einer heiligen Stadt in Supe in der Provinz Barranca, 186 km nördlich von Lima. Ankunft im Empedrada Hotel, Mittagessen und Nachmittag zur freien Verfügung.

Leistungen: Übernachtung. (F)
Höhe: Caral: 350 m. ü. d. M.

Caral

TAG 03

CARAL – LIMA

Frühstück im Hotel.
Zu gegebener Zeit Abfahrt nach Caral, um die verschiedenen Monumentalkonstruktionen zu besichtigen, darunter acht Pyramidenstümpfe, heilige und öffentliche Amphitheater, der Altar / Feuertempel, der Hauptplatz, der Wohnraum und die religiösen Zentren.
Alle diese Konstruktionen erfüllten zeremonielle Funktionen, die 5.000 Jahre alt sind und Caral zur ältesten Zivilisation in Amerika machten.
Rückkehr zum Empedrada Hotel zum Mittagessen und Abfahrt nach Lima.
Ankunft und Transfer zum Hotel.

Leistungen: Übernachtung. (F)
Höhe: Lima: 161 m ü.d.M.

TAG 04

LIMA

Frühstück im Hotel.
Zu gegebener Zeit Abreise Transfer.

Leistungen: (B)
Höhe: Lima: 161 m ü.d.M.

Lima

Text

  • Trinkgelder (Optional)
  • Getränke
  • Persönliche Kosten

Tour-ID

ARCHAEOLOGY008

Preis

USD 590.00

Abfahrtszeiten

Tägliche Abfahrten zu einem Zeitpunkt, den wir mit dir vereinbaren.

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